Die Programme

Hier finden Sie Infos zu den aktuellen Programmen
sowie zum gesamten Programm-Repertoire: 

Klar zum Kentern!
mit ChansonNette & Band Trio Scho

Berlin ist im Fluss. Höchste Zeit für einen schrägen maritimen Abend. Klar zum Kentern!

Berliner Landratten wagen sich auf See, aber nicht nur
mit Rumbuddeln und Seemannsbräuten.  Die Berliner
Ex-Spreejungfrau quasselt mit ihren Jungs über Jugendliebe, Sehnsüchte, Fernweh, Freiheit,
Mut zum Risiko, Lügen, sichere Häfen, Gallionsfiguren
und den einen oder anderen Schlag ins Wasser.

,,Tätowier‘ mir keinen Anker, tätowier‘ mir meine Braut!“
Alte Seemanslieder, die schon die junge Kabarettistin
Isa Vermehren in den frühen 30ern in Werner Finks Berliner Katakombe zum Akkordeon sang, aber auch Georges Brassens, Hermann Leopoldi oder Altmeister Friedrich Hollaender kommen mit neuem Schwung
über die Reling.

Angetörnt durch Gefühlswellen, durch seichte und tiefe Gewässer, bei Windstärke 12.

Trio Scho – das sind Gennadij Desatnik, Valeriy Khoryshman und Valerij Pysarenko. Die ukrainischen Musiker gehören seit vielen Jahren zur Musikszene Berlins.
Sie spielen mit Geige, Gitarre, Akkordeon und Kontrabass Russische Lieder, Swing, Tango, Bossa und Kaffeehaus-Musik. Trio Scho begleitet auch u.a. Karsten Troyke (Jiddische Lieder) oder Christophe Bourdoiseau (französische Chansons).


Rin ins Verjnüjen!

Die waschechte Berlin-Show mit ChansonNette und ihrer Band Trio Scho

Chanson-Nette und ihr Berliner Mundwerk –
das ist Entertainment mit genau der richtigen Mischung von frech bis sentimental.
„Die kesse Kleene hat eine berlinernde Schangsong-Schnauze, wie man sie eigentlich für ausgestorben hielt“, so beschreibt sie der Tagesspiegel.
In Rin ins Verjnüjen schafft ChansonNette einen erstaunlichen Spagat. Mal ist sie die Berlinerin von damals, mal ein Original von heute – aber egal, durch welche Zeit sie gerade mit ihrer Band Trio Scho wirbelt: Ihr Herz trägt sie immer laut und unübersehbar vor sich her.

Virtuosen des Berliner Humors, die aus der Fülle des Großstadtlebens schöpfen, begegnen uns in dieser Show – wie Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Friedrich Hollaender, Werner Richard Heymann, Claire Waldoff & Co.. Aber auch zeitgenössische kabarettistische Autoren, Komponisten und Künstler. Stücke von Friedhelm Kändler oder den Fabulösen Thekenschlampen gehören dazu, sowie eigens für ChansonNette geschriebene Texte & Lieder.

Trio Scho – das sind Gennadij Desatnik, Valeriy Khoryshman und Valerij Pysarenko. Die ukrainischen Musiker gehören seit vielen Jahren zur Musikszene Berlins.
Sie spielen mit Geige, Gitarre, Akkordeon und Kontrabass Russische Lieder, Swing, Tango, Bossa und Kaffeehaus-Musik. Trio Scho begleitet auch u.a. Karsten Troyke (Jiddische Lieder) oder Christophe Bourdoiseau (französische Chansons).


Süß & doof & ohne Portemonnaie 
eine Friedrich Hollaender-Revue

mit Dirk Rave, Henry Nandzik und ChansonNette,
musikalisch von Dirk Rave am Akkordeon begleitet

Friedrich Hollaender verkörpert das Berlin der Zwanziger Jahre.
Er komponierte nicht nur wundervolle Chansons, sondern schrieb auch geniale Texte zu seinen Melodien. Mit Phantasie und Einfühlungsvermögen, nahm er in seinen Liedern die leisen und lauten Töne, die quirlig-bunten aber auch traurigen Bilder seiner Zeit auf. Hollaenders Name wird auch ewig mit Marlene Dietrich und dem Blauen Engel verbunden sein. Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt wurde zum Gassenhauer und zum geflügelten Wort.

Heymann meets Jazz
mit ChansonNette, Jazzpianist Albrecht Gündel vom Hofe und Simon Wunderlin am Schlagzeug

Ihn gab´s nur einmal- den erfolgreichsten Filmkomponisten der Ufa- Zeit Werner Richard Heymann
Genial komponiert, zeitlos modern und offen für Klassik bis Jazz ist seine Musik.
Ein Abend mit Chansons und Filmevergreens von Heymann und viel Anrührendes, Humorvolles und Erschütterndes aus seiner Biografie.
„Kabarett wird oft als Kleinkunst bezeichnet, man müsste es eigentlich Kurzkunst nennen…man muss mitten hinein springen… mit beiden Füßen in die zu beschreibene Situation“, sagte er.
Genau das ist der Reiz für ChansonNette Jeannette Urzendowsky diese musikalischen Geschichten zu spielen, während Albrecht Gündel vom Hofe und Simon Wunderlin Heymanns Musik mal klassisch, mal jazzig arrangieren.


the Frauleins
ein Theaterleckerbissen von Joachim Nottke
mit Swing, Liebe & Humor

Regie: Katja Nottke
am Piano: Kim Eustice
auf der Bühne:
Isabelle Gensior, Christoph Keune,
Henry Nandzik, Katja Nottke, Jeannette Urzendowsky

Was machen drei kesse Marinehelferinnen, wenn sie wochenlang auf einer einsamen ostfriesischen Insel Dienst tun müssen? Sie veranstalten für sich und die Offiziere bunte Abende mit Rum&Coca-Cola, Bei mir bist Du schön und anderen Swingsongs von den Andrews Sisters  – und tanzen dabei in verflixte Schwierigkeiten.
Stars aus Amerika waren auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg unerwünscht. Aber wer kann den munteren Drei schon lange widerstehen?

the Frauleins wurde erstmals 1996 im Kreuzberger KAMA-Theater aufgeführt. Damals schrieb der Tagesspiegel:
,,Ein flottes Kammermusical, das bestens unterhält

Nun folgt die frische Wiederaufführung unter der Regie
von Katja Nottke.


Salon Mélange

von Händel bis Hollaender
mit Angela Stoll am Piano, Johanna Cürlis (Cello)
und ChansonNette (Gesang / Rezitation)

Das ist eine faszinierende Mischung aus Klassik und Chanson mit zum Teil unbekannten Kompositionen aus drei Jahrhunderten:  Angela Stoll, Johanna Cürlis und ChansonNette beleben die Tradition des Berliner Salons in seinen vielen geschichtlichen Facetten.
Mit Musik und Texten führt das Künstlerinnen-Trio durch einen ungewöhnlichen Abend.

Seit jeher kam die Gesellschaft am Hofe zusammen, um bei der Musik von Händel, Mozart, Beethoven und vielen anderen Komponisten Erbauung und Zerstreuung zu finden.
Später dann, zur Zeit der Romantik, pflegte man die Hausmusik. Es entstanden Salons, bei denen zum Tee eingeladen wurde, um gemeinsam den Worten großer Dichter zu lauschen und sich an Kammermusik zu erfreuen.

In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts trafen sich Schriftsteller wie Kurt Tucholsky und Erich Kästner, Musiker wie Friedrich Hollaender, Rudolf Nelson und andere, um den Zeitgeist kabarettistisch zu kommentieren.
Solche „Events“, zu denen Künstler und Kulturinteressierte zusammenkamen, erfreuen sich auch heute wieder großer Beliebtheit.


farbenblind

. . . eine Pörsonäliti-Show
mit ChansonNette & Band Trio Scho
musikalische Leitung und am Piano: Harry Ermer
Buch & Regie: Kai S. Pieck

farbenblind – das bringt die Dinge manchmal ein bisschen durcheinander.
farbenblind – kann aber jut fürs Jemüt sein und hat weltanschauliche Vorteile.

Das verrät uns ChansonNette, bei ihrer ersten
Pörsonäliti-Show.
„Ick werd’ spektakulär – und ooch sensationell!!!.
Ick werd’ ne Lejende, janz klar! . . . I
Ick werd’ janz ultra-lativ. Und definitiv – gigalativ!!!“

singt sie – und plaudert aus ihrem privaten und beruflichen Nähkästchen, z.B. als Rabenmutter und viel beschäftigte Kleinkünstlerin. Sie sieht bei Lila Rot, mistet Hals über Kopf ihr Zuhause aus, küsst Männer nach Alphabet, hat noch andere Affairen.  Und wir erfahren, wie die kleinen und großen Lügen des Alltags den Berliner Rotschopf ,,jeprächt“ haben.

Ob melancholische Erinnerung oder pralle Milieu-Studie, Nette schüttet ihr großes Herz über die Irrungen und Wirrungen des Lebens vor denFüßen ihres Publikums aus.
Mit Witz, Musik und Berliner Charme.

Eigens für sie getextete und komponierte Songs von Norbert Tefelski, Jörg Reckmann, Kai S. Pieck, Terry Truck, Rainer Rubbert, Andreas Helmle u.a. gehören zum Programm. Außerdem neu verpackte Cover-Versionen von  Stephan Sulke, Fifi Brix, Pigor & Eichhorn, Reinhard Mey u.a..

Harry Ermer hat als musikalischer Leiter und Pianist schon bei vielen bekannten Musical- und Kleinkunstproduktionen im Wintergarten Varieté, Ranaissance-Theater, Admiralspalast oder der Bar jeder Vernunft mitgewirkt.
Er spielte ab 1990 Keyboard im Wintergarten Varieté Berlin und war ab 1992 Pianist im Orchester des Theaters des Westens u.a. bei ,,Hello Dolly“ und ,,La Cage aux Folles“.
Ab 1996 begleitete er die ,,Drei alten Schachteln“ Evelyn Künneke, Brigitte Mira und Helen Vita,  Ab 2000 Judy Winter als Marlene sowie ab 2004 Georg Preuße als Mary am Klavier.

Das ukrainischTrio Scho spielt  mit Geige, Gitarre, Akkordeon und Kontrabass seit vielen Jahren auf Berliner Bühnen. Russische Lieder, Swing, Tango und Bossa gehören zum Repertoire der beliebten Gruppe. Trio Scho begleitet u.a. Karsten Troyke (Jiddische Lieder) oder Christophe Bourdoiseau (französische Chansons).


Herzklopfen
Chanson und Literatur. Tante Millie soll heiraten –
oder: Wie man eine lästige Tante verkuppelt.
mit Chanson-Nette und Angela Stoll am Piano

ChansonNette liest Tante Millie soll heiraten aus Irmgard Keuns Erzählung Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften – der schon etwas frühreifen Pippi Langstrumpf der 20er Jahre. Und dazu singt sie Chansons aus den Zwanzigern bis heute.

„Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften“ ist ein amüsantes,
fast autobiografisches Buch über einen Wirbelwind, der um nichts in der Welt auf gestellte Fragen keine oder nur ausweichende Antworten bekommen möchte.

Die Schriftstellerin Irmgard Keun (1905-1982) streifte viel durch Berlin und nahm stark Anteil am Leben der Mädchen und Frauen, die ihr Glück in der Großstadt suchten oder dort aufwuchsen.


Glaube versetzt Berge
Das außergewöhnliche Leben der Kabarettistin und Nonne Isa Vermehren – musikalisch erzählt
von ChansonNette und Angela Stoll am Piano

In Werner Fincks politischem Kabarett „Katakombe“ im Keller des Berliner Künstlervereins feierte sie schon Anfang der 30er Jahre als 15-jährige Sängerin und Akkordeonspielerin Erfolge. Auch im KZ konnte man ihr das freche, muntere Wesen und die Kraft die sie durch ihren Glauben fand, nicht austreiben. Später, nach dem Krieg, wurde sie Nonne, Buchautorin und eine populäre Lehrerin: Das ist, kurz gefasst, der außergewöhnliche Lebenslauf der Isa Vermehren.

ChansonNette lässt die Biografie der 2009 im 91. Lebensjahr gestorbenen Lebenskünstlerin mit Chansons aus Isa Vermehrens Repertoire und ihrer Zeit musikalisch Revue passieren.
Es ist eine Veranstaltung  im Rahmen der Ausstellung des Steglitz-Museums: „Rückkehr ins Leben“. Diese schildert den Leidensweg von 135 prominenten Sonderhäftlingen der Nazis aus 17 Ländern Europas. Die Gefangenen wurden am Ende des Zweiten Weltkrieges als Geiseln der SS nach Südtirol verschleppt und dort  am 4. Mai 1945 von den alliierten Truppen befreit. Unter ihnen waren bekannte Persönlichkeiten, beispielsweise der vormalige sozialistische Ministerpräsident Frankreichs, Léon Blum, der Bischof von Clermont-Ferrand Gabriel Piguet, Pastor Martin Niemöller – und Isa Vermehren.

Isa Vermehrens Familie war von den Nazis 1944 in Sippenhaft genommen und ins KZ deportiert worden, nachdem sich ihr Bruder Erich als Diplomat zu den Briten abgesetzt hatte. Zu diesem Zeitpunkt war die 26-jährige Isa schon ein Star auf der Bühne und im Film – beliebt als rothaariges Energiebündel mit der Zieharmonika „Agathe“. Ein Kassenschlager wurde ihr Lied „Eine Seefahrt, die ist lustig“, in dem sie Nazi-Größen listig karikierte. Mit ihren Sticheleien gegen das NS-Regime galt Isa Vermehren als Nachwuchstalent des Berliner Kabaretts. Schon 1936 grölten sie organisierte Störer deshalb von der Bühne.

Nach dem Krieg studierte sie in Bonn Katholische Theologie, Geschichte und Philosophie, trat in den Orden der Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu ein, wurde Lehrerin und leitete jahrelang ein Gymnasium in Bonn-Beuel.
Nach ihrer Pensionierung sprach sie von 1983 bis 1995 in der ARD das „Wort zum Sonntag“. Ihre Zieharmonika Agathe kann man noch bewundern: Sie ist im Haus der Geschichte in Bonn ausgestellt.